Waldmoment

Es ist noch viel zu kalt
für den Geruch
von Wald.
Sein Duft schläft tief im Moos.
Die Luft ist blank wie Edelstahl
poliert. Es friert.
Die Wege ziert zerbrochnes Eis.
Im Wasser ruht ein schwarzer Schwan
und schweigt.
Bis er sein wahres Wesen zeigt:
aus Holz.
Geäst mit fremden Formen.
Der Boden trägt mich. Jeder Schritt
erobert stilles Land zurück.
Mein Schatten zieht sich lang im Licht.
Die Furcht im Dickicht
fühl ich nicht.
Wenn nachts das Wild
am Bachlauf steht.
Ist alles gut.
Seit Stunden traf ich niemand.

(c) strang

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