Kammmoment

Er hat einen Professorenkopf. Glatze mit Haarkranz aus feinen, silbrigen Löckchen, die sich weich, nahezu flauschig wirr ineinander kringeln und immer bei mir die Frage aufwerfen, ob sie gekämmt werden. Oder sogar gebürstet. Ob es irgendeine Form der regulativen Zuwendung gibt, die natürlich am optischen Chaos nichts ändert. Ohne müsste doch alles verfilzen, oder nicht?

Der Mann ist Blau in Blau gekleidet, nur die Schuhe sind schwarz. Knöchelhoch. Eine Feincordhose, sehr dunkelblau, ein Pullover, etwas weniger blau und darunter ein blaues Hemd, das im Farbton dem seiner prominent im Gesicht wirkenden Augen gleicht. Das Brillengestell ist freilich fein, rund, klein und silbrig. Wie die Locken, denk ich. Als ich in der Sitzreihe auf der anderen Gangseite Platz nahm, sah er kurz zu mir und las weiter. Ein dickes Buch. Außergewöhnlich dick und groß, so dass es sich sofort als Werk der Wissenschaft und nicht der Belletristik outete. Seine Beine so lang, dass er nur schräg in entspannter Haltung sitzen kann; wie gut, dass der Zug nicht voll ist und wir alle die Zweiersitze für uns allein belagern dürfen. Ich setze mich ebenfalls schräg, obwohl ich nicht muss.

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Pelzmoment


Im ICE. Vielleicht Anfang zwanzig ist sie. Schwarze Jeans mit obligatorischem Aufriss am Knie, Smartphone mit Kopfhörerkabeln und auf dem Kopf das Haar zum Vogelnest geschlungen. Lediglich das Dazwischen lässt streifende Blicke kurz stocken. Der Pelzmantel. Einer, wie er in der Generation meiner Großmutter häufig getragen wurde. Mein erster Gedanke ist, wie schwer er wohl sein mag. Bei meinem Studentenjob an der Theatergarderobe anno dazumal, gab es im Winter viel Pelz zu wuchten. „Hochwertige Pelzmäntel erkennst du am Gewicht“ hatte meine Oma mich instruiert. „A g‘scheider, guader Pelz wiagt nix!“ Es gab wenig g’scheide, schien mir.


Der hier sieht ebenfalls nicht g‘scheid aus, denke ich, obwohl es keinen objektiven Anlass für diese Gewichtsbewertung gibt. Ich mag die Art des Pelzes nicht. Pelz. Nach der kurzen Overtüre bricht ein symptomatischer Gedankensturm in meinem Kopf los:
Dass diese Form von Pelzmantel in meiner Jugend ein No Go war. Dass wir schon geglaubt hatten, die Pelzindustrie sei tot, bis sie sich qualvoll wieder eingeschlichen hat mit Jackenkragen und Bommeln. Wie Menschen nur annehmen können, diese Fellkrägen seien Kunstpelz. Wo wirklich kaum etwas so echt aussieht, wie Echtpelz. Dass Menschen das so ausblenden können. Blut und Tierschreie. Und ob es da „in Ordnung“ sein kann, einen Vollpelzmantel zu tragen, auch wenn er offensichtlich ein Erb- oder Secondhand-Stück ist, weil Pelz nun einmal ein Statement ist. Für Dekadenz und Gedankenlosigkeit. Wie ich so etwas Wertendes und in der Tat idiotisches denken könne. Und warum eigentlich alles heutzutage ein Statement sein muss. Vielleicht ist das ja bloß ihre Reminiszenz an Omi. Oder Uromi. Oder den Klimawandel. Weil der alte Pelzmantel sicher eine bessere Ökobilanz hat, als der Plastikanorak der jungen Dame vor mir, mit ihrem 350-€-Beats-By-Dre-Kopfhörer. Warum ich so viel Verachtung für diesen Kopfhörer empfinde, plötzlich. Und ob meine eigenen besser sind. Wohl kaum. Ätz-Urteile von mir. Sind meine Lederschuhe mit weniger Schreien und Blut und Umweltverschmutzung besudelt? Alles ist ein Statement.

Wie mich das nervt. Ich mich nerve. Und dieser Pelzmantel ist ein gutes Statement, im Sinne von Nachhaltigkeit. Hält ewig bei guter Pflege. Sind die Tiere wenigstens nicht umsonst gestorben. Wie die für unsere Wegwerfwurstberge. Verdammter Kopf, nun hör doch mal auf. Sitz einfach mal ohne Meinung da. Musst keine haben. Jetzt. Zu diesem Pelzmantel. Ich bin immer verwundert, wenn Menschen hinter ihre Meinung „Meine Meinung!“ als Abschluss schreiben. Ja, was sonst? Meinungen sind wie Echtpelz: Erkennt eigentlich jeder Depp. Wenn gewollt. Müssen nicht gekennzeichnet werden. Ausnahmen bestätigen die Regel (muss man immer dazu sagen, weil sich auch das keiner mehr denken kann oder mag). Ich möchte gerne keinen missionarischen Eifer bei Pelz haben. Hab ich aber, merke ich gerade wieder. Aus ihm schreit mir unsere -meine!- Wohlstandsgesellschaftsbigotterie ungebremst entgegen. Mit Pelzkragen um verbrannte Zoo-Affen trauern. Lacht oder weint man da? Ich mag mich nicht, wenn ich so bin. Am besten setze ich mich um, denn so lange ich auf den Pelzmantel gucke, hört mein Kopf nicht auf. Wahrscheinlich blicke ich finsterer drein als Rübezahl. Wie ein alter Sauertopf, der tief in die eigene Unzulänglichkeit getunkt wird. Was ein paar Tiere auslösen können, die schon so lange tot sind. Ich denke an den Film „Der Pianist“, die Szene mit dem Mantel. Wie er fast erschossen wird, weil er diesen Nazi-Mantel trägt, als er zitternd und klamm von Hunger und Kälte gezeichnet aus seiner Deckung kommt. Und wie der Russe(?) ihn fragt, warum er diesen Mantel trägt.
„Mir ist kalt“ antwortet er. Ich habe sehr geweint im Kino damals. Der Wahnsinn dieser Welt. Unausrottbar. Ich heule. Huch. Im ICE.

Taubenmoment

Sie haben nicht damit gerechnet, dass ich jetzt noch einmal die Balkontüre öffne. Ertappt flattern sie davon mit Flügelschlägen, die nach nass auf Beton klatschenden Spüllappen klingen. Eine von den beiden Tauben ist grauer als die andere. Sie müssen ein Paar sein. Wie Bonnie und Clyde, Thelma und Louise, Sailor und Lula. Komplizen gegen den Rest der Welt und der Rest der Welt bin in diesem Fall ich; sind meine Fenstersimse und mein Balkon. Selbst im Dunkeln sehe ich die vielen zartweißen Federn, festgeklebt auf seinem winterbemoosten Boden. Taubendreck überall. Ich mag sie nicht. Ich will sie nicht. Ihr Gurren ist mein Tinnitus jedes Morgens und zu vieler Momente, in denen ich Hoffnung auf Stille hatte. Sie werden mir auf den Kopf kacken, bald.
Ich verweile an der geöffneten Tür, lasse die Nachtluft in mich strömen und frage mich, wann ich aufgehört habe Tauben zu mögen. Wann ich aufgehört habe Ratten zu fürchten und wann der Impuls starb, Flauschiges anfassen zu wollen. Wie kann es überhaupt sein, dass sich nicht viel mehr verändert, wo sich das Leben fortwährend umbaut. Wo selbst in meinen Eingeweiden die Zellen kommen und vergehen wie hungrige Wanderarbeiter, von meiner Haut ganz zu schweigen, die sich ruhlos erneuert, als gäb’s dafür einen Preis, während der Gedanke, der „Ich“ in mich denkt zäh und schwerfällig bleibt wie Kaugummi unter Schulbänken.
Die Tauben gurren im Baum. Wir sind noch nicht zu Ende.

Plätzchenmoment mit Mia

„Sag mal, du kochst doch eher seltsam.“
„Was soll denn heißen, ich koche seltsam?“
„Hast du nicht mal erzählt, dass du nach einem chinesischen Philosophen kochst?“
„Mia! Das ist ewig her, da hab ich eine Weile nach TCM gekocht, ja.“
„Nicht mehr?“
„Nein.“
„Zuckerfrei?“
„Jein.“
„Was heißt jein?“
„Dass ich in normales Essen keinen Zucker mache.“
„Und die Weihnachtsplätzchen?“
„Ich komm nicht dazu dieses Jahr. Schlimm genug. Ich hätt so gern Plätzchen.“
„Ich backe mit Margret am Wochenende.  Aber die will zuckerfrei. Hat da so Rezepte rausgesucht.“
„Kenne zuckerfreies Gebäck. Ist lecker. Aber ich glaube, bei Weihnachten würde ich Omas Klassiker aus meinem Rezeptbuch holen.“
 „Vanillekipferl…“
„Butterplätzchen….!“
„Bethmännchen….“
„Ohhh, ja, Beeeeethmännchen!“
„Ich schmuggle einfach Zucker in Margrets Küche.“
„Nächstes Jahr plane ich einen Backtag ein. Ohne Plätzchen ist doof. Richtig doof.“
„Kauf halt welche!“
„Ist nicht dasselbe, Mia. Weihnachtsplätzchen müssen auch bisserl…schief aussehen. Wie geht es Margret denn inzwischen?“
„Zuckerfrei sagt doch alles, oder?“
„Ja?“
„Ja! Ich bitte dich! Zuckerfrei. Frauen über 50, die VOR Weihnachten zuckerfrei werden. Da muss ich nichts zu sagen. Als wir neulich Essen waren, hat sie vorher noch so ein grünes Algenzeug getrunken, wegen Detox. Pfff. Detox ….machst du das auch?“
„Nein.“
„Naja, du isst morgens chinesische Suppe.“
„Ich esse keine Suppe! Ich esse lediglich gerne warm morgens.“
„Dann isst du ja doch nach diesem TCDingens.“
„Nein, einfach nach Laune, weil ich gern warm esse!“
„Ich esse Brötchen! Und Zucker!“
„Ich auch. Nur nicht unbedingt morgens.“
„Das ist mir zu kompliziert. Eigentlich müsstest du mit Margret backen. Soll ich paar Plätzchen schicken?“
„Oh jaaaa!“
„Ihr seid wie die Kinder. Zuckerfrei und chinesisch, sich aber dann die Plätzchen schicken lassen…naja. Ist ja Weihnachten! Ich hab ein gutes Herz.“
 
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Mia mit Besserung

„Ich weiß, du bist nicht gut bei Stimme.“
„….“
„Brauchst auch gar nix sagen. Ich wollte nur hören, wie es dir geht.“
„Ich….“
„Nicht sprechen! Schon dich mal. Du schonst dich nie.“
„Ich ….“ „Du klingst furchtbar. Selbst wenn du nicht sprichst. Hat dich richtig erwischt, was?“
„Ich …“
„Das grassiert schlimm im Moment. Und ist hartnäckig. Pass auf, dass du auf die Füße kommst. Hast du Suppe? Mach dir Suppe! Huhn…ach, nee. Isst du ja nicht. Dann…dann…nee, geht ja auch nicht. Trink Tee!“
„Ich…“
„Meine Mutter hat früher immer so Zwiebelsäckchen gemacht. Als würde man als Kranke nicht schon genug stinken. Eigentlich ein Wunder, dass Ehen nicht an Erkältungen scheitern. Glaubst du, dass Leute noch heiraten können, wenn sie sich einmal bei Erkältungen gerochen haben?“
„Man riecht doch gar nichts bei…“
„Du klingst furchtbar! Sei still! Ich bin froh, dass ich niemanden verpflichtend riechen muss. Bloß, weil so ein Trauschein das verlangt. Schlimmer noch ist Darmgrippe. Wenn überall dieser säuerliche Geruch hängt. Grauenvoll. Ich könnte niemanden mit Darmgrippe heiraten.“
„Mia, es ist….“
„…nicht immer nur eine Frage der Liebe, meine Liebe. Das ist Romantikquatsch. Romantik endet bei Zwiebelsäckchen.“
„Also, für mich fängt sie da erst richtig an.“
„Hahaha, wenn du wüsstest, wie du klingst! Wie ein Kakadu. Bitte, ehrlich….das müssen wir nicht ausdiskutieren. Hast du Hühnersuppe? Ach nein, die hast du ja nicht. Auch so ein Geruch, der tagelang im Haus hängt. Schlaf einfach. Wer schläft, riecht auch nichts. Gute Besserung!“
„Ich….“
 
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Wundermoment

Es ist nicht lange her, da entdeckte ich bei meinem Spaziergang einen kleinen Park, gar nicht weit von daheim. Er ist weder besonders fein noch verwunschen, und doch eine der grünen Oasen Hamburgs, die diese Stadt für mich so liebenswert machen.

Links des überschaubaren Weges steht eine sehr große Platane, der ich aufgrund der Dicke ihres Stamms ein hohes Alter zuschreiben möchte, obwohl ich nicht geringste Ahnung habe, ob das korreliert. Ich stand vor dieser Platane mit Ehrfurcht, fragte mich spontan wie viele Sommer und Winter sie schon hat kommen sehen. Ob sie die Geräusche von Bomben ebenso kennt, wie die „Wundermoment“ weiterlesen

Neil Young Moment

Das honiggoldene Holz der Wände lässt die Musik wärmer klingen, als sie ohnehin ist. Die Töne aus den Boxen sind voluminös, vermischen sich mit dem Duft von Spätsommer und Tabakrauch. Zuhause höre ich Musik, wenn ich sie ganz und gar hören will, nur über Kopfhörer. Mietshaus. Dann strömt sie ungebremst „Neil Young Moment“ weiterlesen

Heidemoment

Schon beim Wachwerden höre ich den Regen. Und die Nachbarn im Flur. Das Wetter vorm Fenster und die Menschen jenseits der Wand verströmen zu gleichen Teilen verbissene Rechthaberei. Ich bleibe liegen und dreh mich auf die Seite. Den Rücken. Die andere Seite. Ich blicke zur Decke und wackle mit den Zehen. Strecke den Großzeh, den Arm und ein Bein. Das wäre der perfekte Moment, um zur Ruhe zu kommen. Einfach nichts tun können, müssen, sollen. Lesen. Ich nehme das Buch. Lege es weg. Kaffee. Kaffee ist gemütlich bei Regen. Ruhig macht er mich nicht. Und eigentlich ist auch nicht der Kaffee gemütlich, sondern der Mandelmilchschaum. Ich tippe mich durch die WhatsApp-Nachrichten der Nacht und des Morgens.

G. schreibt mir, das sei doch das perfekte Wetter, um zur Ruhe zu kommen. „Sei einfach ganz bei dir.“ Bei mir sein. Ich kreisle durch das helle Apartment wie Rilkes Panther durch seinen Käfig. Die Zeit klebt wie kalter Brei auf dem Zifferblatt. Bei mir sein. Wie ist man bei sich? Wie bin ich bei mir? Wie fühlt sich das an? Ich wackle noch einmal mit den Zehen. Strecke die Arme. Nichts davon ist bei mir. Ich geh duschen.

Als das Prasseln der Brause aufhört und ich mich ins dicke Handtuch wickle, nehme ich das veränderte Licht wahr. Der Himmel klart auf. Ich muss raus. „Heidemoment“ weiterlesen

Henkmoment, plötzlich

Ich knipse rasch ein Foto von den Seerosen, um einen WhatsApp-Gruß zu verschicken. Als ich wieder nach oben schaue, sehe ich Henk auf der anderen Seite des Wassers, als habe er auf mich gewartet. Mein aufkommendes Lächeln fühlt sich an wie Hände, die ein knittriges Tuch glattstreifen.
„Ich hab auf dich gewartet.“
„Ja, klar!“
„Naja. Sagen wir, ich wusste, dass ich dich heute hier treffe.“
„Bei den Seerosen?“
„In Planten un Blomen.“
„Was nicht gerade klein ist. Und die Uhrzeit wusstest du auch nicht.“
„Ich WUSSTE, dass ich dich heute treffe.“
„Manchmal machst du mir Angst Henk.“
„Nicht doch.“
„Wir haben so lang nix gehört….ich weiß gar nicht…was…“
„….mein Aquarellmann macht?“
„Der Aquarellmann! Henk! Genau!“
„Nichts.“
„Nichts?“
„Wir waren ein paar Mal aus. Kino. Konzert. Essen.“
„Nicht gefunkt?“
„Ich kann das einfach nicht.“
„Neben Jan? Obwohl er es kann?“
Henk schweigt in die Seerosen, greift sacht meinem Ellenbogen und deutet Richtung Japanischer Garten. Er trägt ein tiefschwarzes Poloshirt, das noch dazu gebügelt zu sein scheint. Nicht einmal die Kragenspitzen krümmen sich.
„Wie geht es euch denn inzwischen?“
„Das weiß ich nicht. Es ist wie es ist und ich weiß, seine Jungs sind was anderes als ich und ich weiß das.“
„Du weißt das.“
„Ich weiß das.“
„Fühls…“
„Nein. Eben nicht.“
Stille.
Stille.
Stille.
„Beginnt nicht Morgen dein Praktikum beim Bestatter?“
„Ja.“
„Ich hab deine Bilder gesehen vom Friedhof in Wien.“
Henk legt den Arm um meine Schulter und unwillkürlich werde ich kleiner. Henk legt nie den Arm um meine Schulter.
„Wär ich nicht schwul, wärst du mein.“
„Bin ich doch. Irgendwie, jedenfalls. Wir sind unser. Oder so.“
Henk lacht auf.
„Wir sind unser! Los, darauf ne Fassbrause.“
„Fassbrause?“
„Fassbrause.“
Er löst den Arm und beschleunigt merklich die Schritte. Stoppt.
„Was ist’s wohl mehr? Gebet, Geschichte oder Gedicht, dieses Wir Sind Unser?“
Seine rechte Hand streift mir den Pony aus dem Gesicht.
„Henk, das ist jetzt ….“
„…jaja. Weiß ich doch. Deine Haare sind wie dein Herz: Bloß nicht verhuddeln.“
 

Rückenmoment

„Muss ich sonst noch was wissen?“
„Über mich?“
„Über Ihren Rücken. Vor allem über den Rücken. Den Rest hab ich ja hier.“ Hildegard blickt auf den Anamneseblock. Sie heißt nicht Hildegard, sie heißt Frau Merkmann, aber sie sieht aus wie Hildegard. Schwester Hildegard, die aus der Schwarzwaldklinik.
„Wissen Sie, was ich auf diese Frage immer schon antworten wollte?“
Hildegard blickt nicht vom Block auf und fragt: „Na?“
„Dass ich als Kind eine Phase hatte, in der ich Zahnbürsten geklaut habe. Im Supermarkt.“
Jetzt blickt Hildegard hoch.
„Zahnbürsten?“
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